Eine Komposition aus Festlichkeit und Tradition (Teil 1)

Die Geschichte des Original Dresdner Christstollen® begann bereits im 15. Jahrhundert. Unter dem Namen „Striezel“ wurde er erstmalig 1427 als Weihnachtsgebäck am sächsischen Hof überreicht. Damals ging dem Weihnachtsfest die Adventsfastenzeit voraus. Nach kirchlichen Vorschriften durften weder Butter, Milch noch süße Beigaben wie Rosinen, Zitronat oder Mandeln verwendet werden. Gebacken aus Mehl, Wasser, Hefe und Öl war der Stollen nur ein fades Fastengebäck.

Kurfürst Ernst von Sachsen und dessen Bruder Albrecht wandten sich anno 1450 an Papst Nikolaus V. mit der Bitte, das Butter-Verbot aufzuheben. Zunächst vergebens, denn erst 41 Jahre später erließ Papst Innocenz VIII. ein als „Butterbrief“ bekanntes Schreiben, welches gehaltvollere Zutaten erlaubte. Er verband den Erlass jedoch mit Zahlung einer Buße als „Buttergeld“, die vornehmlich dem Kirchbau zufloss.

Kamen die Stollen früher hauptsächlich aus der sächsischen Umgebung, vorrangig aus Meißen und Siebenlehn, erkämpften sich die Dresdner Bäcker nach dem 30-jährigen Krieg das Privileg, nur noch Dresdner Stollen® auf dem nach ihm benannten Dresdner Striezelmarkt zu verkaufen.

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